SOMMERSONNENWENDE-WINTERSONNENWENDE

SOMMERSONNENWENDE-WINTERSONNENWENDE

SOMMERSONNENWENDE  am 21. Juni

bedeutet den sommerlichen Höhepunkt und wird auch als Honigmond (honeymoon) bezeichnet, denn die üppigen Blüten des Sommers verheissen viel Honig. Es ist der längste Tag im Jahr und verschafft Energie, Reichtum und Kraft.  Die Sonne ist im Zenit ihrer Energie und ab diesem Zeitpunkt dreht sich das Rad des Jahres auf die Wintersonnenwende am 21.Dezember zu. Die Mittsommerfeuer waren Dankes- und Freudenfeuer, wurden umtanzt und übersprungen und natürlich spielten die entsprechenden Kräuter ein große Rolle.

Pflanzen und Tiere sind nach diesem Tag benannt, wie z. B.

die Johannisbeere, die zu diesem Zeitpunkt meist reif ist,

der Johanniskäfer (oder auch unter Glühwürmchen bekannt), der im Juni nächtens im Garten und den Büschen leuchtet.

Johanninüsse – grüne, unreife Nüsse zum Einlegen, die zu den köstlichen schwarzen Nüssen werden, die man dann gerne zum Käse isst.

Johanniskraut, das den Lebenssaft – das rote Öl – der Sonne enthält, unsere Finger rot färbt, wenn es das echte ist und unserem Körper (unserem Lebenssaft, dem Blut) und unserer Seele Kraft und Licht gibt. Es hat viele gute Eigenschaften.

Und nicht zu vergessen: an diesem Tag wird der letzte Spargel gestochen!

Einige typische KRÄUTER und PFLANZEN sind:

allen voran das Johanniskraut, aber auch:

  • Alant
  • Arnika
  • Beifuß
  • Blutwurz
  • Dost
  • Eisenkraut
  • Engelwurz
  • Gundermann
  • Holunder
  • Kamille
  • Klette
  • Königskerze
  • Lavendel
  • Margerite
  • Quendel/Thymian
  • Rainfarn
  • Ringelblume
  • Rosmarin
  • Schafgarbe

und sie alle haben die Sonnenenergie gespeichert und wirken in der kalten Winterzeit heilsam auf Körper und Seele.

Vielerorts werden heilkräftige Kräuterbuschen gebunden, mit 7, 9, 77 oder 99 Kräutern darin. Oft ist in der Mitte die Wetterkerze, sprich Königskerze. Die darin enthaltenen Pflanzen werden für Tees, die Hausapotheke und als Räucherschatz verwendet.

Räuchermischungen, die segnend wirken, können gemischt werden aus Alant, Beifuss, Dost, Engelwurz, Johanniskraut, Rose, Thymian und Weihrauch.

Räuchermischungen, um das Wetter gut zu stimmen oder bei Gewitter können aus Beifuss, Dost, Joahnniskraut, Rainfarn und Königskerze zusammengestellt werden.

Dieser Tag kann auch dazu genutzt werden, um unseren inneren Reichtum zu finden und zu entdecken, unseren Körper als Geschenk zu sehen und zu geniessen (Yang und Yin verbinden sich)

Rituale und Fragen begleiten diesen Tag. Man kann Jahresrückschau und gleichzeitig -vorschau halten und persönliche Fragen stellen:

Wie ist denn das erste Halbjahr für mich verlaufen? Was ist von meinen Vorsätzen zu Neujahr geblieben? Was ist offen und möchte im kommenden, noch verbleibenden halben Jahr gelebt oder erledigt werden?

Alle dazugehörigen Antworten können auf Papier notiert und dann dem Johannisfeuer oder aber auch einem reinigenden Fluss, sprich fliessendem Gewässer, übergeben werden.

Auch kann ein Labyrinth besucht werden. Beim Begehen eines Labyrinthes kann der Weg zur Mitte dem eigenen Weg, zur eignen Mitte zu finden, dienen. Er kann mit dem Pfad zum eignen Ich überdacht werden und einem Labyrinth wird heilende Kraft zugeschrieben.