Ideen fürs Pflanzenbeet

Ideen fürs Pflanzenbeet

MEIN HEILPFLANZENBEET FÜR 2016

Jetzt ist die beste Zeit, die Bepflanzung von Garten oder Balkon zu planen. In heimischen Gegenden finden Sie die besten und ganz persönlichen Heilpflanzen für Ihre Hausapotheke.

Viele Heilpflanzen fühlen sich auch im Garten oder in einem Blumentopf auf dem Balkon wohl. Wählen Sie je nach Platzmöglichkeit Ihre bevorzugten Heilpflanzen aus. Immer schon wurden Heilpflanzen in Gärten gemischt mit Blumen und Gemüsen angebaut, sozusagen Nutz- und Zierpflanzen gleichzeitig. Die meisten Heilpflanzen sind farbenfroh und so können im Garten/am Balkon wunderbare Farbakzente erzielt bzw. genutzt werden.

Wenn Sie in Gärtnereien kaufen, achten Sei bitte unbedingt darauf, dass die von Ihnen ausgewählten Pflanzen nach Lebensmittelstandards gezogen  und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.
Sollten Sie selbst mit Saatgut vom Vorjahr vorgesorgt haben, können Sie Pflanzen in Töpfen ab Feber/März selber vorziehen. Wenn dies nicht der Fall ist, achten Sie beim Kauf auch hier auf gute Bioqualität.

Vorschlag für eine lila/rosa Kombination:

Malve

Salbei

MALVE (Malva silvestri)

Sie ist eine mehrjährige Pflanze und wird ca. 1 m hoch. Blüten und Blätter können gleichermassen verwendet werden als Tee bei Husten, Halsentzündungen und Heiserkeit. Ausserdem färben die Blüten den Tee wunderbar.

SALBEI (Salvia officinalis) sollte in keinem Kräutergarten fehlen.

Da er winterhart ist, kann er das ganze Jahr über frisch (Blätter)verwendet werden und ist wohltuend durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften als Tee bei Grippe oder zum Gurgeln bei Halsschmerzen. Auch in der Küche liebe ich ihn gebraten oder frittiert zu vielen Speisen.

Wunderbar zu dieser Farbkombination passt noch der rosa-pinkfarbene

SONNENHUT (Echinacea angustifolia).

Auch er kann helfen, Erkältungskrankheiten vorzubeugen, da er das Immunsystem stärkt.

Auch LAVENDEL (Lavendula angustifolia) und PFEFFERMINZE (Mentha piperita)

bringen großflächig Farbe und Duft in den Garten und sollten nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden.

Lavendelblüten können als beruhigender Tee oder als Badezusatz verwendet werden. Gut bekannt sind auch Lavendelsäckchen im Kleiderschrank. Sie halten die Wäsche frisch und angeblich auch die Motten fern.

Die PFEFFERMINZE (Blattwerk und Blüten) ist wunderbar in Tees zu verwenden, allerdings sparsam, da ihre thermische Wirkung im Körper abkühlend wirkt. Als ätherisches Öl verwendet kann es bei Kopfschmerzen helfen, da es belebend und erfrischend ist.

Hier nun noch mein Vorschlag für eine gelb-orange Kombination:

JOHANNISKRAUT (Hypericum perforatum)

In den hübschen Blüten wird das wertvolle Öl gespeichert, das sich in Kontakt mit Sauerstoff dunkelrot färbt und daran ist das echte Johanniskraut sehr gut zu erkennen. Es heisst, dass das Johanniskraut stimmungsaufhellende Wirkung hat und beruhigend, entspannend auch gegen Schmerzen helfen soll.

RINGELBLUME (Calendula officinalis) und KAPUZINERKRESSE (Tropaeolum) ergänzen die Farbkombination.

Die Ringelblume gibt es in vielen gelb-orangen Abstufungen und macht sich daher sehr gut im Beet, aber auch auf dem Balkon in Töpfen. Sie ist sehr anspruchslos, zieht gerne einen etwas sandigen Boden vor. Angeblich ist ihre Wirkung mit der von Arnika vergleichbar. Blüten und Blätter können für Tees, Salben und in der Küche in Salaten und Aufstrichen und zur effektvollen Deko verwendet werden.

Die KAPUZINERKRESSE gibt es in verschieden grossen Wuchsformen. Achten Sie daher beim Kauf von Samen oder Pflanzen, ob diese zur niedrigen, hohen oder hängenden Sorte gehören und entscheiden Sie nach dem von Ihnen zu füllenden oder vorgesehen Platzbedarf. Auch sie ist sehr unkompliziert, äußerst gesund und so können Blüten, Blätter und Samen für Küche und Körper verwendet werden. Angeblich stärkt ein täglich gegessenes Blatt das Immunsystem und Blätter und Blüten machen sich gut in Salaten und jeglichen Aufstrichen. Gerne mache ich auch eine Kapuzinerkressebutter, die wunderbar würzig zu Gegrilltem (Gemüse wie Fleisch und Fisch) schmeckt.

Vergessen Sie nicht, für das nächste Pflanzenjahr ein paar Samen von diesen beiden Pflanzen zu sammeln!

Frauenmantel

Kapuzinerkresse

 

Gut in diese Farbkombination passt noch der

FRAUENMANTEL (Alchemilla vulgaris).

Er blüht zwar eher unscheinbar gelblich, doch ist er DAS Frauenkraut schlechthin. Es werden die Blätter und das blühende Kraut verwendet für Tees, Aufgüsse bzw. Sitzbäder und die Blätter in Aufstrichen und Kräuterbutter.

Er soll entzündungshemmend, wundheilend, milchfördernd, blutreinigend wirken und auch die Nachbarpflanzen werden durch Frauenmantel schädlingsresistener, ihr Duft und Geschmack wird dadurch angeblich kräftiger. Eine Schicht der Blätter im Kompost beschleunigt die Verrottung.

Laut Paracelsus gibt es keine Wunde, die man nicht mit Frauenmantel heilen kann.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spass beim Planen und Kombinieren.